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02.09.2017 Samstag DLRG Trophy 2017

Unschlagbarer Doppelwhopper

Lichtenberg in der Board-Rettungsstaffel ganz oben

Start zum Surf Race

Ließen dieses Jahr einiges hinter sich - die Lichtenberger Jungs

Lichtenberg stellt Qualität unter Beweis

 Das Setting

Die letzte Etappe der dreiteiligen Wettkampfserie im Freigewässer-Rettungssport (DLRG Trophy) fand in diesem Jahr am 26. August in Bayern statt. Damit richtete zum zweiten Mal die DLRG Weißenburg ein Trophy-Event am Kleinen Brombachsee aus. Dem Aufruf nach Langlau, einem Ortsteil der Gemeinde Pfofeld im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, waren 39 Mannschaften aus der gesamten Bundesrepublik gefolgt. Hier, im und am zweitgrößten Stausee Deutschlands sollte sich entscheiden, wer die letzten Tagessiege in dieser Saison einfahren würde und natürlich, welche Sportlerinnen und Sportler und welche Mannschaften die Gesamtwertung für sich entscheiden würden. In der nationalen Leistungsspitze geht es im rettungssportlichen Freiwasserbereich mittlerweile sehr eng zu, für Viele war noch vieles möglich und es war klar, dass hier trotz aller Kameradschaftlichkeit unter den Aktiven in den Wettbewerben bis zum letzten Punkt gekämpft werden würde. Für unseren Bezirk wollten Ghosti, Christopher, Basti, Benjamin und der wieder einsatzfähige Robert die Kartoffeln aus dem Feuer holen und die Lichtenberger Saisonziele verwirklichen.

 

Der Vormittag

Da der Ausrichter mit einer abgeänderten Wettkampffolge überrascht hatte, mussten diesmal am frühen Morgen zuerst die Boarder auflaufen. Gleich gab es die erste Schrecksekunde aus Lichtenberger Sicht: Während Basti souverän ins Finale einzog, verpasste unser Boardspezialist Christopher dieses knapp. Da unsere Strandflitzer Olli, Aaron und Yannick leider nicht zur Verfügung standen, war auch keine Ausbeute im Beach-Flags-Wettbewerb zu erwarten. Ghosti kämpfte sich zwar tapfer in den Zwischenlauf, der Einzug unter die besten 16 gelang aber nicht. Alle anderen Finals konnten wir am Vormittag dann aber glücklicherweise problemlos besetzen.

 

Der Nachmittag – Teil I

Nun wurde es ernst. Den Anfang aus unserem Team machte Basti im Boardfinale. Auf seiner Nebenstrecke lieferte er ein beherztes Rennen ab, wurde am Ende Elfter und fuhr damit die ersten sechs Punkte für die Tageswertung ein. Sofort danach folgten die Finalläufe im Board Rescue Race. Zum ersten Mal standen hier Robert und Christopher in der Trophy-Serie am Start. Beide gingen mit vollem Risiko sehr schnell an, sodass erst Robert schwimmend und dann Christopher boardend als Erste an der Wendeboje waren. Die Verfolger aus Halle, Gelsenkirschen, Harsewinkel und Magdeburg waren jedoch dicht auf den Fersen. Würden die Kräfte für den Rückweg reichen? Zug um Zug kämpfte sich der Lichtenberger Doppel-Whopper an die Strandkante, die ersten Verfolger waren abgehängt, doch Halle ließ nicht nach. Noch 20 Meter bis zur Strandkante. Dem hohen Angangstempo musste Robert nun doch Tribut zollen, verletzungsbedingt fehlte ihm auch das Training aus den letzten 6 Wochen. Halle schob sich weiter heran. Noch 15 Meter. Die Schreie vom Ufer erklingen lauter. Christopher wird nicht müde, er treibt seinen Partner an. Noch 10 Meter. Beide Teams sind nun fast auf Augenhöhe, dann geht es plötzlich sehr schnell. Das Board kippt, zwei Hände greifen eilig die Tragegriffe, zwei Sportler schießen aus dem Wasser und der Lichtenberger Sieg ist perfekt. Doch die Euphorie muss schnell wieder der Konzentration weichen, das Tube-Finale folgt schlagartig. Robert schwimmt an, erreicht die Wendeboje in der Spitzengruppe und gibt ein Zeichen, worauf Benjamin mit Tube und Flossen ins Wasser stürmt. Hinter der Boje klinken die „Retter“ ihre „Opfer“ in den Tube. Dem Team aus Magdeburg gelingt das am schnellsten, danach folgen die Gespanne aus Luckenwalde, Gelsenkirchen, Leer, Harsewinkel und Lichtenberg fast gleichauf. Der Rückweg, bei dem der „Retter“ sein „Opfer“ zum Strand schleppen muss, wobei das „Opfer“ lediglich durch einen Beinschlag den „Retter“ unterstützen darf, verlangt den Paaren alles ab. Benni zieht Robert vorbei an Leer und Harsewinkel. Drei Teams sind immer noch vor ihm. Noch 20 lange Meter. Die Beine werden schwerer. Aber auch bei dem Duo aus Gelsenkirchen. Noch 15 Meter. Benni ist vorbei. Podestplatz halten oder weiter angreifen. Benni entscheidet sich für zweiteres und attackiert Luckenwalde. Noch 10 Meter. Ghosti und Basti warten im Wasser auf die Übernahme des „Opfers“. Noch 5 Meter, dann können sie Robert greifen und aus dem Wasser schleppen. Mit den letzten mächtigen Flossenschlägen ist Benni vorbei an Luckenwalde. Ghosti und Basti greifen schnell zu und laufen los, zu schnell für ihre Verfolgen. Silber ist gewonnen! Den 20 Punkten folgen weitere 18.

 

Der Nachmittag – Teil II

Kurze Verschnaufpause wegen Siegerehrung. Dann müssen Benjamin und Robert wieder an der Startlinie antreten. Sie werden beinahe nebeneinander ganz rechts an der Linie aufgestellt. Die erste zu umschwimmende Boje ist eher links. Mist. Das Startkommando erfolgt und wenige Sekunden später spritzt das Wasser durch die Luft, als die Athletenlinie mit aller Gewalt ins Wasser stürzt. Unübersichtlicher Tumult. Langsam beginnt sich das Feld auseinander zu ziehen. Nur Arme und hin und wieder Köpfe schauen aus dem Wasser. Wer liegt vorne? Da, vier Sportler haben sich abgesetzt. Sie schwimmen in zwei Paaren hintereinander auf den Strand zu. Benni liegt mit einem Hallenser vorne, danach folgen Robert und ein Magdeburger. Wer entscheidet welches Duell für sich. Benni und der Hallenser können zuerst aufstehen und loslaufen, doch der Hallenser hat jüngere Beine und sprintet wie ein junges Reh los. Das zweite Duell kann Robert für sich entscheiden, er schiebt sich vor den Magdeburger und läuft hinter Benni her. Plötzlich wird Benni langsamer. Schaut sich um. Einen Meter vor der Ziellinie bleibt er fast stehen. Krampf? Schon ist Robert vorbei, Benni folgt ihm. Was war das? Irritation bei den Zielrichtern und Zuschauern. Viel Zeit zum Rätseln bleibt nicht, das Ski-Race steht bereits in den Startlöchern. Mit dabei unser Skispezialist Basti und der Allrounder Christopher. Das Startsignal erfolgt. Jetzt keinen Fehler beim Einsteigen machen und schnell wegkommen. Beiden gelingt ein Traumstart. Die halbe Miete ist geschafft. Sie sind von Anfang an unter den Führenden. Jetzt alles richtig machen bei den Wendemanövern. Basti ist an den Bojen durch und rast hinter den beiden dominierenden Harsewinklern auf das Ziel zu. Christopher wird festgehalten, muss sich freikämpfen. Mit grimmigem Zorn paddelt es sich auf Platz fünf vor, Basti wird überragend Dritter. Das Mannschaftskonto tickert um 16 Zähler weiter.

Die Sonne sinkt tiefer. Es stehen noch die Ocean-Finals und die abschließende Ocean-Relay auf dem Programm. Bei der Spezialistenstaffel, der Oceanmen-Relay, ist Lichtenberg auf Rang vier vorplatziert. Aber Platz zwei bis fünf trennen jeweils nur einen Punkt voneinander. Mannschaftsentscheid. Christopher sagt seinen Start beim Oceanman ab. Alles für die Königsstaffel. Es geht los. Die Schwimmer beginnen, mit dabei Benni von Lichtenberg. Er führt das Feld an. Bis zur Wasserkante. Beim Aufstehen muss er einen Magdeburger vorbei lassen, beim Laufen den jungen Hallenser. Übergabe auf Christopher mit Rang drei. Der gibt mächtig Gas. Schnappt sich die beiden Führenden. Von hinten rauscht mit noch größerem Tempo Harsewinkel heran. Auch Gelsenkirchen ist plötzlich mit von der Partie. Beim Laufen geht auf den letzten Metern der Magdeburger vorbei. Der Abschlag auf Basti ist so gewaltig, dass es diesen direkt aus dem Ski kippt. Der reagiert blitzschnell, steigt wieder ein. Trotzdem fährt der Magdeburger als Dritter vor Basti aus der Box. Ist Bronze verloren? Harsewinkel hat nun klar die Führung übernommen, gefolgt von Gelsenkirchen und dahinter Magdeburg und Lichtenberg gleich auf. Halle, auf Rang zwei vorplatziert, ist geschlagen; wird damit in der Gesamtwertung auf Platz fünf abgedrängt. Es bleibt die Frage: Wer wird den undankbaren Vierten heute in der Tages- und damit auch in der Gesamtwertung abbekommen? Magdeburg? Lichtenberg? Immer noch gleich auf. Harsewinkel wird vor Gelsenkirchen siegen, das steht schon fest, die gerissenen Lücken sind zu groß. Bronze liegt noch in der Luft. Basti treibt unermüdlich seinen Ski auf Robert zu. Der wartet neben dem großen Magdeburger im Wasser auf den Abschlag, um den finalen Sprint ins Ziel anzusetzen. Noch zwei Skilängen. Beide Skis absolut gleich auf. Es wird eine Zentimeterentscheidung. Die letzten drei Paddelschläge, sie sitzen gut bei Basti. Robert setzt sich schon leicht in Bewegung. Der Magdeburger steht tief, wird auch abgeschlagen. Knapp aber fest treffen sich die Fingerspitzen von Basti und Robert. Der Schritt vor den Magdeburger ist noch im Wasser vollbracht. Robert lässt ihn sich bis zum Ziel nicht mehr nehmen. Es ist geschafft.

 

Trophy 2017 - Epilog

Nachdem wir uns in der Mannschaftstageswertung mit 95 Punkten über einen tollen 5. Platz freuen konnten, ging es dann an die Endabrechnung. Zuerst durfte Basti nach vorne und sich Bronze für die Gesamtwertung im Ski Race umhängen lassen. In der Kategorie Surf Race durften gleich zwei Lichtenberger nach vorne. Benni wurde mit Silber geehrt und für Robert reichte es noch, trotz nur zweier Wertungen, für Bronze. Teamwork! Dann wurden die Staffeln aufgerufen. Obwohl das Board Rescue Race nur aus zwei Sportlern besteht, gingen drei Lichtenberger nach vorne, denn zu jeder der drei Trophys hatten sich Ghosti, Christopher und Robert anders aufgestellt. Das wurde auch von der Wettkampfleitung honoriert und so bekam jeder eine Bronzemedaille. Den krönenden Abschluss gab es dann bei der Oceanman Relay. Nochmals Bronze für das Lichtenberger Team. Das ausgelobte Saisonziel für die Mannschaftsgesamtwertung wurde ebenfalls klar erreich. 280,8 Punkte bedeutete Rang 6 für den Endstand.

Damit geht eine aufregende Freiwassersaison sehr zufriedenstellend zu Ende. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen, wenn es nicht auch viele Helfer, Förderer und Unterstützer in unserem Bezirk und darüber hinaus gegeben hätte. Wir möchten uns bei Allen, die uns unterstützt haben, an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Von: Wave

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